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Bosch setzt das Nutzfahrzeug unter Strom

Auf der 67. Internationalen Automobilausstellung für Nutzfahrzeuge zeigt Bosch Technik zur Automatisierung, Vernetzung und Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen.

Bosch Notbremssystem
Bosch Notbremssystem
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Christine Harttmann

Der Technologiekonzern kündigt ein ganzes Feuerwerk an „Innovationen für den Güterverkehr von morgen“ an. Unter anderem ist die Elektrifizierung der Nutzfahrzeuge ein Thema. Das intelligente Thermomanagement soll die Reichweite von Elektrofahrzeugen um bis zu 25 Prozent steigern. Wärme und Kälte werden dabei gezielt im Fahrzeug verteilt. Das verbessere den Wirkungsgrad der Batterie erklärt Bosch und betreibe die Antriebskomponenten im jeweils optimalen Temperaturbereich. Zudem leite das Thermomanagement-System Wärme und Kälte für den Fahrzeuginnenraum immer dorthin, wo sie gerade gebraucht werden.

Damit die Bremsenergie nicht verloren geht, sondern in einer Hochvoltbatterie gespeichert wird, hat Boch die elektrifizierte Achse erdacht. Ein ferngesteuertes elektrisches Fahren soll ebenfalls möglich sein. Bosch hat dafür Teile, wie einen Inverter, das zugehörige Steuergerät und die Vehicle Control Unit, im Angebot. Den separaten Motor-Generator gibt es als kompletten E-Motor zum Anbau oder mit verschiedenen Komponenten zur Integration in die Achse.

Der 48-Volt-Antrieb setzt Cargo-Dreiräder unter Strom, damit Lieferdienste die Sendungen im urbanen Umfeld auf der „letzten Meile“ emissionsfrei bis zum Ziel bringen können. Auch für Cargo-Bikes haben die Entwickler einen elektrischen Antrieb erdacht. Der eBike-Antrieb der Performance Line von Bosch treibt Lastenräder mit 63 Nm Drehmoment an. Mit einem zweiten Batteriepack sollen unter günstigen Bedingungen damit Reichweiten bis zu 180 Kilometer – auch mit Zuladung – fahrbar sein. Den schnellsten Weg zur Lieferadresse weist dabei der Bordcomputer Nyon. Mit ihm hat der Fahrer die aktuelle Uhrzeit, Geschwindigkeit, Schaltempfehlung, Reichweite, Distanz und den Akku-Ladestand immer im Blick.

Und auch für Diesel-Fahrzeuge hat Bosch etwas in Petto. AdBlue-Einspritzsysteme unterstützen in Verbindung mit SCR-Katalysatoren die Abgasnachbehandlung. Das Dosiersystem Denoxtronic 2.2 evo lässt sich flexibel konfigurieren. Laut dem Hersteller soll es sich durch Kraftstoffeinsparungen schnell amortisieren. Speziell für leichte Nutzfahrzeuge bietet Bosch die besonders kompakte Version Denoxtronic 6-5 an. Die Variante 6-HD ist mit einer Dosierrate von bis zu 15 kg/h besonders für hubraumstarke Motoren schwerer Nutzfahrzeuge geeignet.

Das modulare Common-Rail-Einspritzsystem CRSN für Nutzfahrzeuge und Off-Highway-Anwendungen sollen in den Dieselmotoren ebenfalls für Einsparungen sorgen. Es kann variabel in Aggregaten mit bis zu acht Zylindern und Leistungen bis 850 Kilowatt eingesetzt werden. Der Technologiekonzern stellt außerdem ein Steuergerät für Erdgas-Fahrzeuge vor. Und – neben vielem anderen mehr –präsentiert er eine Vernetzungsplattform für cloudbasierte Services, einen Tempomat, gesteuert von einem Navi das mitdenkt, ein vorausscheuendes Notbremssystem und einen Abbiegeassistenten.

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