BPW leitet Forschungsprojekt zum autonomen Transport

Die Bergische Achsen Kommanditgesellschaft (BPW) kooperiert als Konsortialführer in einem dreijährigen Forschungsprojekt des Bundeswirtschaftsministeriums mit dem Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik, dem Institut für Mechatronische Systeme der Leibniz Universität und Spezialisten aus den Bereichen Sensorik und IT, um die Voraussetzungen für autonome Trailer zu untersuchen.

BPW steuert Know-how und ein Versuchsfahrzeug zum Projekt bei.
BPW steuert Know-how und ein Versuchsfahrzeug zum Projekt bei.
Rainer Barck

Unter der Leitung des Produzenten von Fahrwerksystemen für Lkw-Anhänger und -Auflieger erforscht die Arbeitsgruppe aus Wissenschaftlern, Transport- und Logistikexperten sowie Fahrzeugherstellern in dem Forschungsprojekt „IdenT“ den autonomen Trailer der Zukunft. „IdenT“ steht für „Identifikation dynamik- und sicherheitsrelevanter Trailerzustände für automatisiert fahrende Lastkraftwagen“. Es fokussiert die Vision des vollautomatisch und selbständig fahrenden Lastzugs. Dabei spielt der vernetzte Trailer eine Schlüsselrolle. Er gleicht die von Sensoren erfassten Daten (etwa zur Trailerumgebung, zum Zustand sicherheitsrelevanter Komponenten und zur Fahrbahnbeschaffenheit) permanent mit einem „digitalen Zwilling“ ab. In dem Forschungsprojekt wirkt BPW als Systemintegrator, der das Konzept festlegt und eine Mess- und Entwicklungsplattform für die Partner bereitstellt – sowohl in der Theorie als auch in der Praxis: Mit einem Versuchsfahrzeug soll das System im realen Fahrbetrieb erprobt werden. Bis die ersten Trailer vollständig autonom unterwegs sind, wird es Zwischenstufen geben, die den Fahrer entlasten. Auch für diese Zwischenschritte soll das Forschungsprojekt konkrete Erkenntnisse liefern.

Neben den Forschungsinstituten steuern Weka Fahrzeugbau und Ansorge Logistik das Know-how von Fahrzeugherstellern und -betreibern bei. Der Projektpartner Viscoda GmbH ist Experte für computergestütztes Sehen, die OKIT GmbH bringt ihr Wissen über IT-Architektur, IoT und Datenübertragung ein. Mit der Industrial Science GmbH arbeiten Spezialisten für Sensorik sowie Feder-Dämpfer-Systeme mit; die ts3 GmbH unterstützt das Projekt mit ihren Erfahrung bei der Entwicklung und Fertigung von Sensoren für Nutzfahrzeuge. „Bereits heute haben BPW Fahrwerksysteme eine durchgehende digitale DNA, die den Trailer lebenslang begleitet und wir können für die Entwicklungsplattform etwa mit der Trailer-Telematik, aber auch unser Vorsprung bei digitalen Zwillingen, auf Know-how und erfolgreich etablierte Innovationen von BPW zurückgreifen“, resümiert BPW-Projektleiter Dr. Jan-Philipp Kobler. „Wir bauen gemeinsam ein intelligentes Nervensystem für den Trailer der Zukunft, um das sichere autonome Fahren von Sattelzügen zu ermöglichen. Es besteht aus einem Sensornetzwerk, einer cloudbasierten Datenplattform, aber auch innovativen Methoden zur Datenverarbeitung, online wie offline.“

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