initions AG: SiloNet automatisiert Dispo mit Opheo und spart Sprit

Bau- und Rohstoffspezialist nutzt Transportleitstandsystem Opheo, um die Disposition von 60 Silo-Lkw fast vollständig zu automatisieren. Prozesse wurden beschleunigt, Leerkilometer gesenkt und CO2 gespart.

Ein cleverer Zug: SiloNet hat mittels Opheo-Software die Disposition der Silo-Züge fast vollständig automatisiert - und spart damit nicht zuletzt CO2 ein. | Foto: SiloNet
Ein cleverer Zug: SiloNet hat mittels Opheo-Software die Disposition der Silo-Züge fast vollständig automatisiert - und spart damit nicht zuletzt CO2 ein. | Foto: SiloNet
Johannes Reichel

Das auf granulierte Bau- und Rohstoffe spezialisierte Transportunternehmen SiloNet Logistik mit Sitz in Beckum hat die Disposition von rund 60 Silofahrzeugen weitgehend automatisiert und nutzt dafür das Transportleitstandsystem Opheo mit dem Modul ixOptimizer. Mit der Umstellung will der stark expandierende Logistikdienstleister seine drei Disponenten deutlich entlasten, die Prozesse beschleunigen sowie die Leer-Kilometer und die CO2-Emissionen um bis zu sechs Prozent reduzieren.

„Durch den im Februar 2020 eingeführten ixOptimizer können wir unsere Wachstumsstrategie umsetzen, ohne die Zahl der Disponenten weiter zu erhöhen“, schildert SiloNet-Geschäftsführer Marco Reemer, dessen Team seit 2019 auch die 50 Betonfahrmischer des Tochterunternehmens BetonNet GmbH betreut.

SiloNet arbeitet bereits seit Februar 2019 mit dem Transportleitstand- und Telematiksystem. Die Disposition und Tourenplanung sei „sehr einfach geworden“, so das Urteil von Christoph von Glinski, der als Disponent für SiloNet tätig ist. Dazu trage auch der Überblick über die aktuellen Lenk- und Ruhezeiten sowie die Positionsdaten sämtlicher Fahrzeuge bei. Zudem wurden auch die Fahrer in den Digitalisierungsprozess integriert. Dazu wurde auf jedem der rund 60 mit dem System disponierten Lkw, die bereits mit einem Fahrerterminal von Webfleet ausgerüstet waren, die Opheo Mobile App installiert. Zieladressen der Lieferaufträge werden direkt aus dem System an die App übertragen und von dort an die Webfleet-Navigation weitergegeben. In umgekehrter Richtung übertrage die App Statusinformationen an die Zentrale zurück. Die Ortung der Lkw und die Übermittlung aktueller Positionsdaten erfolge direkt über Webfleet.

Algorithmus ermittelt automatisch die beste Route

Auch der sogenannte Opheo ixOptimizer, ein selbst entwickelter Algorithmus für die automatische Tourenplanung, wurde von den SiloNet-Disponenten schnell akzeptiert. Den Ausschlag habe die von SiloNet organisierte „Dispo-Challenge“ gegeben, bei der die erfahrenen Mitarbeiter dieselbe Planungsaufgabe für den Fuhrpark erhielten wie das IT-System. „Am Ende lieferte der ixOptimizer das bessere Ergebnis“, stellt Christoph von Glinski stellvertretend für alle Disponenten fest, der auch mit dem Projektablauf sehr zufrieden sind. „Die Einführung verlief problemlos, zumal wir von den Erfahrungen unserer Muttergesellschaft Gerdes + Landwehr profitieren konnten.“ Dort nutzt man das System bereits seit 2017.

Das Modul ergänzt den Transportleitstand und decke unterschiedlichste Transport- und Fahrzeugarten ab. Dazu zählen neben Depotverkehren auch Streckenverkehre im Bereich Teil- und Komplettladungen. Es ließen sich sowohl Stückgut- als auch Schüttgut-Probleme abbilden, skizziert der Anbieter weiter. Selbst für Silozüge, Mehrkammer-Fahrzeuge und ausgewählte Sonderfahrzeug-Typen errechne der Algorithmus optimierte Touren. Zudem lasse sich die Software mit Hilfe von Optimierungsparametern und dem flexiblen Regelwerk an die individuellen kundenseitigen Rahmenbedingungen anpassen. So würden zum Beispiel geforderte Fahrzeugeigenschaften und -kapazitäten, Fahrerqualifikationen, Lade- und Öffnungszeiten sowie Lenk- und Ruhezeiten berücksichtigt.

Die von der initions AG entwickelte Software lasse sich für eine große Bandbreite an Transporten und Fahrzeugarten einsetzen, wie der Anbieter wirbt. Sie soll innerhalb kurzer Rechenzeiten optimierte Tourenvorschläge liefern, die je nach Zielsetzung Fahrzeiten, Wegstrecken und Verspätungen minimieren und dabei auch CO2-Emmissionen reduzieren helfen, verspricht der Softwarespezialist.

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