Pannenservicemobil: Zum Reifenwechsel präpariert

Ein Pannenservicemobil mit Unterflurgenerator präsentiert Martin Kfz-Service. Damit bleibt mehr nutzbare Ladefläche und der Spritverbrauch sinkt.

 Die Strom- und Druckluftversorgung erfolgt jeweils über den Fahrzeugmotor und befindet sich unter dem Fahrzeug – das spart Platz. (Foto: Martin Kfz-Technik)
Die Strom- und Druckluftversorgung erfolgt jeweils über den Fahrzeugmotor und befindet sich unter dem Fahrzeug – das spart Platz. (Foto: Martin Kfz-Technik)
Christine Harttmann

Das Fahrzeug von Martin Kfz-Technik basiert auf einem System, das ohne zusätzlichen Motor die Strom- und Druckluftversorgung im Fahrzeug sicherstellt. Dadurch seien deutliche Platz- und Gewichtsersparnis möglich, so der Sonderfahrzeugbauer. Zugleich werde die nutzbare Ladefläche erheblich vergrößert. Die Erfahrungen und das Kundenfeedback aus zahlreichen Erfahrungen der vergangenen 20 Jahre hätten, so erklärt Geschäftsführer Jörg Martin, das Unternehmen dazu veranlasst, ein Pannenservice-Sonderfahrzeug als Komplettpaket anzubieten:

„Das Martin Pannenservice Mobil (MPM) verfügt bereits über die gesamte Ausstattung, die im Berufsalltag benötigt wird.“

Es sei speziell auf die Anforderungen zugeschnitten, die an Pannenbehebungsfahrzeuge gestellt werden, und erfülle alle erforderlichen Normen nach BGI 800 sowie die Autobahnanforderung.

Erhältlich ist das Fahrzeug in drei verschiedenen Gewichtsklassen als voll ausgestattetes Reifenpannenmobil mit einem zulässigen Gesamtgewicht bis 3,5 Tonnen oder als Reifenpannenfahrzeug bis 7,2 Tonnen beziehungsweise 10 Tonnen – letzteres ermöglicht auch den Reifenwechsel von Großreifen bis zu 2,3 Metern Durchmesser, sodass auch Pannen von Lastkraftwagen behoben werden können.

Die Strom- und Druckluftversorgung erfolgt jeweils über den Fahrzeugmotor und befindet sich unter dem Fahrzeug. Damit bleibt im Inneren mehr Ladefläche für die notwendige Ausstattung zum Reifenwechsel. Bei der Zusammenstellung sei besonders großer Wert auf ein gut durchdachtes und strukturiertes Werkzeug- und Maschinenkonzept gelegt worden, lässt Marin Kfz-Technik wissen. So könnten alle Arbeitsschritte bei der Behebung einer Reifenpanne schnell und mit der nötigen Sicherheit durchgeführt werden.

Breites Fahrzeug- und Ausstattungsspektrum für alle Branchen

Neben der notwendigen Strom- und Druckluftversorgung verfügen alle Fahrzeugmodelle außerdem über eine elektrische Schlauchhaspel, einen Kompressor inklusive Reifenfüllcomputer, einen Felgenwächter, eine Reifenmontiermaschine sowie das dafür nötige Werkzeug. Für Arbeitssicherheit auch bei schlechten Witterungsverhältnissen sorgen umfassende Innen- und Außenbeleuchtung sowie die Sicherheitsausstattung.

„Durch unser breites Fahrzeug- und Ausstattungsspektrum können wir gezielt auf Kundenanforderungen und -wünsche eingehen. Das betrifft nicht nur unser MPM, sondern zum Beispiel auch Reinigungsfahrzeuge, Werkstattwagen, Fahrzeuge zur Kanalspülung und -sanierung, Servicefahrzeuge sowie Baustellenfahrzeuge“, sagt Martin.

Wie der Sonderfahrzeugbauer weiter ausführt, rückte alleine der ADAC Truckservice im Jahr 2018 rund 40.000 Mal rückte zu liegen gebliebenen Lkw aus – Hauptursache waren mit 65,3 Prozent Reifenpannen. Pkw-Fahrer baten den Pannendienst circa 3,9 Millionen Mal um Hilfe – in 42 Prozent der Fälle wurde eine defekte Batterie festgestellt. Nicht immer würden dabei exklusiv Pannendienste eingeschaltet. Unternehmen etwa aus der Logistikbranche, die einen großen Fuhrpark unterhalten, senden stattdessen eigene, qualifizierte Mitarbeiter mit einer entsprechenden Ausrüstung zum Unfallort. Besonders auf viel befahrenen Autobahnen stellt die Reparatur vor Ort jedoch ein erhebliches Sicherheitsrisiko für alle Beteiligten dar und verlangt einen reibungslosen Ablauf. Helfen soll dabei dann das Pannenservice-Mobil von Martin.

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