Kaum Veränderungen im September 2021 beim Lkw-Maut-Fahrleistungsindex

Um gerademal 0,1 Prozent hat sich die Fahrleistung der mautpflichtigen Lastkraftwagen mit mindestens vier Achsen auf Bundesautobahnen im September 2021 gegenüber August 2021 verändert.

Beim Lkw-Maut-Fahrleistungsindex gibt es im September 2021 kaum Bewegung. (Foto: Pixabay)
Beim Lkw-Maut-Fahrleistungsindex gibt es im September 2021 kaum Bewegung. (Foto: Pixabay)
Christine Harttmann

Wie das Bundesamt für Güterverkehr (BAG) und das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilen, ist die Fahrleistung auch im Vergleich zum Vorjahresmonat September 2020 kalender- und saisonbereinigt nur leicht, um 0,3 Prozent, gestiegen. Im Vergleich zur Situation vor der Krise lag er kalender- und saisonbereinigt ebenfalls um 0,3 Prozent höher, nimmt man den Jahresdurchschnitt vor der Krise (März 2019 bis Februar 2020) als Maßstab.

Das BAG weist darauf hin, dass wirtschaftliche Aktivität Verkehrsleistungen erzeugt und benötigt. Die mit dem Index abgebildete Lkw-Fahrleistung auf Autobahnen hänge somit eng mit der Industrieproduktion in Deutschland zusammen und gebe frühe Hinweise zur aktuellen Konjunkturentwicklung.

Im Zuge der Lkw-Mauterhebung werden digitale Prozessdaten unter anderem über die Fahrleistung der mautpflichtigen Lkw in Deutschland erzeugt. Das BAG hat daraus den Lkw-Maut-Fahrleistungsindex entwickelt, der den Verlauf der Fahrleistung nachzeichnet. Wegen seiner schnellen Verfügbarkeit und konjunkturellen Aussagekraft hat das Statistische Bundesamt den Index als saisonbereinigten Konjunkturindikator aufbereitet und führt diesen seit Dezember 2018 in seinem Veröffentlichungsprogramm.

Im Rahmen der „Mautstatistik“ wertet das BAG bereits seit Januar 2008 die Mautdaten aus. Sowohl der Umfang des mautpflichtigen Straßennetzes als auch das der Mautpflicht zugrundeliegende Gesamtgewicht der Fahrzeuge und Fahrzeugkombinationen haben sich im Zeitverlauf verändert. Mit dem Lkw-Maut-Fahrleistungsindex werden solche strukturellen Änderungen weitgehend ausgeschlossen, sodass die konjunkturelle Entwicklung besser sichtbar wird.

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