MAN Transport Solutions: Erfolgreich in die E-Mobilität umsteigen im Transport- und Logistiksektor

MAN Transport Solutions berät seit 2018 Kunden beim Wechsel hin zu alternativen Antriebsarten. Die Erfahrungen aus mehr als 130 Projekten im Bereich ÖPNV kommen jetzt verstärkt dem Transport- und Logistiksektor zugute.

ix geht ohne Strom: Der Ladeanschluss  auf dem Hof ist Teil der Konzepte zur  Elektromobilität.
ix geht ohne Strom: Der Ladeanschluss auf dem Hof ist Teil der Konzepte zur Elektromobilität.
Redaktion (allg.)

Für MAN Truck & Bus ist der Antrieb der Zukunft elektrisch. Die Gründe dafür sind vielfältig: Die niedrigen Energiekosten, also Stromkosten im Vergleich zum Diesel und auch im Vergleich zu Wasserstoff, sind hier zuvorderst zu nennen. Sie spielen für die Total Cost of Ownership für die Kunden eine herausragende Rolle. Beim batterieelektrischen Antrieb sinken die Gesamtkosten mit jedem gefahrenen Kilometer, das macht diese Antriebsform perspektivisch auch im Fernverkehr sehr interessant.

Hinzu kommt der Umweltaspekt. Beim reinen Elektroantrieb fließen rund 75 Prozent der Primärenergie in den Antrieb, bei mit Wasserstoff betriebenen Brennstoffzellen sind es nur rund 25 Prozent. Vereinfacht gesagt müssen für einen Wasserstoff-Brennstoffzellen-Antrieb drei Mal so viele Windräder gebaut werden wie für einen batterieelektrischen Antrieb. Letztere haben also eine deutliche bessere Energie- und CO2-Bilanz. Auch was die Technologie angeht, liefert der batterieelektrische Antrieb die besten Aussichten. Schon heute ist absehbar, dass die Energiedichte der Batterien weiter gesteigert werden kann.

Das führt mittelfristig zu weniger Eigengewicht und damit höherer Nutzlast oder zu einer höheren Reichweite. Und dass es sich bei BEV (= Battery Electric Vehicle) um eine robuste Technologie handelt, haben unsere bisherigen Erfahrungen mit den bereits elektrifizierten Serienprodukten MAN Lion’s City E (Stadtbus) und MAN eTGE (Transporter) eindrucksvoll nachgewiesen. Auch die Kleinserie des Elektro-Verteil-Lkw MAN eTGM hat mit aktuell rund einer Million elektrisch gefahrenen Kilometern im realen Praxiseinsatz seine Eignung verbrieft.

Umstieg in ein neues Ökosystem

Beim Umstieg auf klimafreundliche Antriebe sind BEV die beste Technologie – auch wenn noch keine Solaranlage auf dem Betriebshofdach blitzt. Denn die batterieelektrischen Fahrzeuge verursachen in ihrer Produktlebenszeit weniger CO2-Ausstoß als ihre Diesel-Pendants. Dies gilt auch, wenn die aufgewendete Energie bei der Produktion der Batterie höher ist und selbst dann, wenn derzeit noch nicht flächendeckend grüner Strom verfügbar ist. Das belegen zahlreiche Studien. Ein weiterer Vorteil von rein elektrischen Lkw ist aber auch: Sie können bei entsprechender Energiegewinnung sofort mit grünem Strom betrieben werden. 

Nun stellt sich die Frage: Was muss, was kann ein Lkw-Betreiber heute tun, um zukünftig seine Flotte oder einen Teil davon auf Elektroantrieb umzustellen? Und das unter Berücksichtigung der maximalen Wirtschaftlichkeit!

Das Beratungsteam von MAN Transport Solutions bietet hier bereits seit 2018 Unterstützung. Stand heute hat es 170 Projekte abgeschlossen: 130 beim Stadtbus, 32 beim Truck und acht beim Van. Die Kunden werden frühzeitig beim Einstieg in die Elektromobilität beraten und durch den gesamten Prozess der Flottenumstellung begleitet. Das Beratungsteam stellt mit seiner 360°-Analyse sicher, dass dieser Umstieg für die Kunden gelingt und mit möglichst wenig Aufwand und Überraschungen verbunden ist.

Mit der Auswahl eines Elektrofahrzeugs ist der Einstieg in die Elektromobilität ja nicht abgeschlossen. Vielmehr ist es ein Umstieg in ein neues Ökosystem. MAN erarbeitet durch Fuhrpark- und Netzwerkanalyse, Routen-Einsatzplanung sowie die Planung der Ladeinfrastruktur und Energieversorgung eine optimale, individuelle Lösung für den Kunden.

Dabei muss sich das Team mit neuen Planungsparametern wie Temperatur, Topografie, Auslastung der Fahrzeuge oder den verbauten Nebenverbrauchern intensiv auseinandersetzen, da diese die Reichweite entsprechend beeinflussen. Auch die Schulung der Fahrer im Umgang mit den Elektrofahrzeugen ist ein wichtiger Faktor, da vorausschauendes Fahren mit sanfter Beschleunigung und Nutzung der Rekuperation während des Bremsvorgangs die Reichweite ebenfalls positiv beeinflussen.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Flottenumstellung auf E-Mobilität ist auch eine konkrete Planung, welche Strecken mit welchen Elektro-Trucks in welchen Schritten umgestellt werden sollen. Das wird für die Kunden individuell im Rahmen der 360° Flottenanalyse erstellt.

Früh geplant ist fast gewonnen

Ein konkretes Beispiel für die Ergebnisse der 360° eMobilitätsberatung ist das Vermeiden von Lastspitzen. Hier werden die Kunden also beim Energiemanagement unterstützt. Über die Analyse der geplanten Umläufe mit Verbrauch und Reichweite erstellt das Beratungsteam für den Kunden ein optimales Ladeszenario. Dieses Szenario berücksichtigt das aktuelle Lastgangprofil des Kunden und beinhaltet als Ergebnis neben der richtigen Anzahl an Ladepunkten und der benötigten Ladeleistung auch eine zeitliche Planung der Ladevorgänge im Depot.

So erhält der Kunde ein optimales Ergebnis zur Vermeidung von hohen oder gar unnötigen Strom- und Anschlusskosten. Ein intelligentes Lademanagementsystem – wie zum Beispiel unser MAN eManager – unterstützt den Kunden dann in der operativen Umsetzung der einzelnen Ladevorgänge. Durch die Kooperation mit Partnern wie ABB, Heliox und SBRS-Schaltbau erhalten die Kunden schon jetzt zusätzlich zur ganzheitlichen Beratung auch die für ihn passende Ladeinfrastruktur.

Der höchste Bedarf für unsere Beratungsleistung von MAN Transport Solutions wurde in der Vergangenheit im Stadtbus-Bereich verzeichnet, denn aufgrund der strengeren EU-Vorgaben und der öffentlichen Fördermaßnahmen der letzten Jahre setzen immer mehr Städte auf Elektrobusse. Mittlerweile nimmt die Nachfrage bei Lkw- und Van-Kunden deutlich zu.

MAN Transport Solutions blickt auf gut fünf Jahre Erfahrung zurück, was die Beratung von Kunden beim Umstieg auf Elektromobilität betrifft. Und bereits jetzt ist zu sehen, dass die Kundenanforderungen von morgen nicht mehr dieselben sein werden wie heute. Das zeigt sich zum einen in der steigenden Komplexität der Anfragen, zum anderen in der Erfordernis einer detaillierten Analyse der Fahr- und Verbrauchsdaten der Kundenflotten. Für diese weiteren Lösungsangebote arbeitet Transport Solutions intensiv mit den Kollegen von MAN Digital Services zusammen.

Der Rat an Unternehmen, die darüber nachdenken, auf Elektromobilität umzustellen, ist: Ein frühzeitiges Auseinandersetzen mit den Herausforderungen der E-Mobilität ist ein wesentlicher Faktor für eine erfolgreiche Flottenumstellung. Die Anpassung von Prozessen im Gesamtsystem ist in der Regel ein längerer Vorgang, und Erfahrung zu sammeln ist ganz wichtig.

Die Dauer von Planung und Installation von Ladeinfrastruktur im Depot ist abhängig vom Umfang der nötigen Maßnahmen. Muss zum Beispiel die Anschlussleistung des Depots deutlich erhöht werden und sind dafür Baumaßnahmen seitens des Energieversorgers und/oder im Depot nötig, kann das auch mal zu zwölf bis 18 Monaten Vorlaufzeit führen, bevor der erste eTruck über den Hof surrt.

Printer Friendly, PDF & Email