Baufahrzeuge: Leichtere Kipper bei Schmitz Cargobull

Leichtere Chassis bei gleichbleibender Stabilität - Schmitz Cargobull hat seine Sattelkipper überarbeitet. Ein neuer Unterfahrschutz erfüllt bereits heute gesetzliche Anforderungen des kommenden Jahres.

Durch die konstruktive Überarbeitung des Rahmenbaukastens konnten in Abhängigkeit von Baulänge und Rahmenausführung Gewichtseinsparungen bis zu 180 Kilogramm erzielt werden. | Bild: Schmitz Cargobull
Durch die konstruktive Überarbeitung des Rahmenbaukastens konnten in Abhängigkeit von Baulänge und Rahmenausführung Gewichtseinsparungen bis zu 180 Kilogramm erzielt werden. | Bild: Schmitz Cargobull
Tobias Schweikl

Die Fahrgestellrahmen der Sattelkipper „S.KI“ in Stahl-Bauweise zeichnen sich seit jeher durch eine Balance zwischen Gewichtsoptimierung, robuster Langlebigkeit und Kippstabilität aus. Durch die grundlegende konstruktive Überarbeitung des Rahmenbaukastens konnten in Abhängigkeit von Baulänge und Rahmenausführung nun Gewichtseinsparungen für bis zu 180 Kilogramm mehr Nutzlast erzielt werden. Eine überarbeitete Konstruktion der Querträger sorgt für eine höhere Stabilität und soll eine längere Lebensdauer des Fahrgestells durch verbesserten Korrosionsschutz gewährleisten. Alle Rahmenvarianten werden ab Frühjahr 2021 auf die neue Generation umgestellt und sind dann in der neuen Ausführung verfügbar.

Der neu entwickelte Unterfahrschutz erfüllt schon heute die zukünftigen gesetzlichen Vorgaben der Richtlinie ECE-R58.03. Mit dieser wurden die Anforderungen an den Unterfahrschutz deutlich erhöht. Neben geänderten Abmessungen muss die Belastung durch deutlich höhere Prüfkräfte nachgewiesen werden. Ab dem 1. September 2021 müssen neue Fahrzeuge mit einem Unterfahrschutz nach ECE-R58.03 ausgerüstet sein. Auch der neue Unterfahrschutz bietet im hoch geklappten Zustand eine große Bodenfreiheit von 728 mm und ermöglicht damit ein Rangieren am Straßenfertiger.

Der Kleinste unter den Kippfahrzeugen bei Schmitz Cargobull ist der „Z.KI“-Zentralachs-Kippanhänger. Aufgrund vieler Nachfragen wurde der Z.KI als Dreiseitenkipper mit rund zehn Kubikmetern Ladevolumen konstruktiv überarbeitet und wieder ins Produktportfolio aufgenommen. Der neue Dreiseiten-Kipper wird serienmäßig in palettenbreiter Ausführung geliefert. Im Vergleich zum Vorgängermodell konnte das Eigengewicht um etwa 60 Kilogramm reduziert werden.

Die Stahl-Bordwände haben eine Höhe von 900 mm. Die hoch gesetzten Scharniere der Rückwandklappe bieten eine größere Schüttöffnung. Zusätzlich lieferbare Zurrpunkte im Muldenboden ermöglichen den Transport von Stückgut und kleinen Baumaschinen. Optional gibt es eine unterstützende Hebefeder-Mechanik für die Stahlbordwände. Das erleichtert das Hochklappen nach dem Entladen.

Für Straßenbauunternehmen sind die Anforderungen an den Asphalttransport in den letzten Jahren gestiegen. Zum einen ist eine Thermo-Isolierung der Mulde (in Deutschland) notwendig, zum anderen muss eine hitzeresistente Muldenabdeckung vorhanden sein, um den Wärmeverlust nach oben zu verhindern. Vor dem Abkippen muss zudem die Qualität des Asphalts mit einer validen Temperaturmessung überprüft werden können.

Dafür bietet Schmitz Cargobull neben dem Sattelkipper S.KI nun auch die Motorwagen-Kippaufbauten M.KI mit Thermo-Isolierung an. Das Fahrzeug weist durch die Thermo-Isolierung ein Mehrgewicht von zirka 195 Kilogramm auf. Die Geometrie der Mulde sorgt für einen tiefen Schwerpunkt und damit für die erforderliche Fahr- und Kippstabilität. Die temperaturbeständige Muldenabdeckung ist als elektrisches Schiebeverdeck ausgeführt und kann per Fernbedienung geöffnet und geschlossen werden. Die Modellpalette umfasst Mulden mit verschiedenen Bodenstärken und einer Seitenwandhöhe von 1.460 mm. Verschiedene Rückwandausführungen runden das Angebot ab.

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