Rückwärtsfahren leicht gemacht

er neue Lkw-Manövriermodus beim Smart-Vision-System von Smart-Vision ermöglicht dem Fahrer, die Hinterachse und das Ende des Anhängers genauestens zu überwachen.

Kameras statt Spiegel: Safety Tech will verstärkt den Lkw-Markt in Angriff nehmen. (Foto: Adobe Stock)
Kameras statt Spiegel: Safety Tech will verstärkt den Lkw-Markt in Angriff nehmen. (Foto: Adobe Stock)
Claus Bünnagel

Safety Tech präsentiert auf der IAA Transportation neue Features für sein Kameraüberwachungssystem (CMS) Smart-Vision für Busse und Lkw. Erstmals gezeigt wird der Manövriermodus für Lkw. Wenn der Fahrer den Rückwärtsgang einlegt, erzeugt dieser einen Kamerazoom auf den Heckbereich. Das ermöglicht dem Fahrer, die Hinterachse und das Ende des Anhängers genauestens zu überwachen. Das erhöht die Sicherheit und sorgt für eine Zeitersparnis beim Rückwärtsfahren. Eine weitere Neuheit ist das Driver-Monitoring-System, das den Fahrer bei Unachtsamkeit warnt und einen erweiterten Überwachungsmodus des Fahrzeugs mit automatischer Erkennung und Aufzeichnung bietet.

Viele Vorteile gegenüber Spiegeln

Diese beiden neuen Features von Smart-Vision ergänzen die bisherigen Funktionen: hochauflösende Bildqualität, Führungslinien, Toter-Winkel-Assistent und Moving-Off-Information-System (MOIS). Im Vergleich zu herkömmlichen Rückspiegeln deckt das kamerabasierte Displaybild ein größeres Sichtfeld ab, die Innenanzeigen eliminieren Blendeffekte und die automatische Anpassung der Bildschirmhelligkeit gewährleistet eine gute Sicht bei praktisch allen Lichtverhältnissen, z.B. bei der Ein- und Ausfahrt von Tunneln oder bei schlechtem Wetter. Das stabile, vibrationsfreie Bild bietet auch nachts nach Herstellerangabe eine hohe Bildqualität. Die Amortisation der Mehrausgaben gegenüber einem Spiegelsystem schätzt Safety Tech auf etwa ein Jahr. Denn das Mirror-Eye-System senkt den Kraftstoffverbrauch um 2 bis 3 %, da mit Wegfall der Spiegel der Windwiderstand verringert und die Aerodynamik verbessert wird. Zudem verbessert es die Manövrierfähigkeit des Fahrzeugs und minimiert das Risiko von Kollisionen mit Spiegeln, Ästen oder Straßenschildern.

Neues Werk

Um den Lkw-Markt in Angriff zu nehmen, baut Safety Tech derzeit ein neues Werk, das Anfang 2023 in Betrieb genommen werden soll. Zum Unternehmen: Safety Tech hat seinen Sitz in der Nähe von Lyon und ist ein Geschäftsbereich von Gauzy, einem weltweit führenden Unternehmen in den Bereichen Materialwissenschaft und Nanotechnologie, das sich auf die Forschung, Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von Licht- und Sichtkontrolltechnologien spezialisiert hat und als Tier-1- bzw. Tier-2-Zulieferer in der Automobilindustrie gilt. Es ist mit 14 Niederlassungen, vier Produktionsstätten sowie Partnern und Kunden auf der ganzen Welt vertreten.

Safety Tech auf der IAA Transportation: Halle 22, Stand C47.