Europameister 2019: Doppelerfolg für MAN Team beim Europa Truck Trial

Das HS-Schoch Hardox Truck Trial Team und das BFS Trucksport Team fuhren auf ihren MAN-Trucks in der Saison 2019 den Europatitel in der Gesamtwertung ihrer Klassen ein.

Foto: MAN Nutzfahrzeuge
Foto: MAN Nutzfahrzeuge
Redaktion (allg.)

Im thüringischen Kamsdorf bei Saalfeld sind die Würfel für die diesjährige Europa Truck Trial Meisterschaft endgültig gefallen. Im Saisonfinale konnten die beiden von MAN unterstützen Teams vor knapp 5.000 teils euphorischen Zuschauern noch einmal wichtige Punkte ergattern und den Gesamtsieg in den Kategorien III und IV einfahren.

Champion in der Klasse der Dreiachser wurde mit insgesamt 123 Meisterschaftspunkten das BFS Trucksport Team mit ihrem MAN TGS 33.500 6x6. In der Königsklasse der Vierachser gewann das HS-Schoch Hardox Truck Trial Team auf MAN TGS 35.480 8x8 mit 145 Punkten und großem Abstand zum Zweitplatzierten die Gesamtwertung. Damit stellten die mehrmaligen Europameister nach einem zweiten Platz in 2018 die alte Rangordnung wieder her.
Für beide Besatzungen verlief die Meisterschaft in 2019 fast nach Plan. Schon nach der Hälfte der sechs Wertungsläufe lagen beide Teams an der Spitze und bauten die Führung in den nachfolgenden Läufen konsequent aus. Somit standen die MAN-Teams bereits vor dem letzten Lauf im Großtagebau Kamsdorf als Gesamtsieger fest.
Während Fahrer Marcel Schoch und Co-Pilot Johannes Stumpp vom HS-Schoch Hardox Truck Trial Team den Sack bereits bei ihrem Debüt in Slowenien mit einem überzeugenden Sieg zumachten und den EM-Titel vorzeitig auf die Ostalb zurückholen konnten, half Fahrer Marc Stegmaier und Beifahrer Jan Plieninger vom BFS Trucksport Team der Umstand, dass mit nur fünf Startern im Feld der Dreiachser alle Chancen für den hartnäckigsten Verfolger (Truck-Trial Team Funke) auf den Titel zunichtegemacht waren. Trotz des uneinholbaren Vorsprungs kämpften die Favoriten in der Dreiachser- und Vierachser-Klassen erbittert um den Sieg im 6. und letzten Lauf der Meisterschaft.

Das BFS Trucksport Team erwischte Anfang September einen schlechten Start. Gleich an der ersten von sieben Sektionen kassierten Stegmaier und Plieninger eine Disqualifikation und viele Strafpunkte, so dass der Sieg für den Abschlusslauf in weite Ferne rückte. „Wir haben ein Tor auf dem recht unübersichtlichen Parcours völlig unterschätzt und kamen mit den maximal erlaubten Richtungswechseln in Schwierigkeiten. Dafür haben wir letztendlich den Abbruch kassiert“, ärgert sich Jan Plieninger im Nachgang. Danach aber liefen Pilot und Copilot in dem abwechslungsreichen, sehr anspruchsvollen Gelände des Steinbruchs zur Hochform auf. Besonders die letzten beiden Sektionen des Tages klappten fast fehlerfrei und ließen neue Hoffnungen aufkeimen. Am Ende reichte es an diesem Wochenende in der Kategorie III aber nur zu Platz 4. Dafür gab es immerhin 15 Meisterschaftspunkte, was den beiden den Europameistertitel bescherte.

Vom Pech verfolgt, startete auch das Vierachser-Team Schoch/ Stumpp in den 6. Lauf. Noch bevor das erste Tor komplett durchfahren war, brach unerwartet mit lautem Knall die linke Blattfeder an der Vorderachse und verhagelte den beiden ein zügiges, fehlerfreies Durchfahren der Sektion. „Vor so einem Ermüdungsbruch ist man nicht gefeit. Auch das gehört zu unserem Sport dazu“, kommentiert Marcel Schoch das Malheur.

Und weiter: „Dadurch saß die Achse locker und hat sich beim Lenken ständig verschoben. Dann geht’s nicht immer in die Richtung, in die der Fahrer auch will.“ Unter diesen erschwerten Bedingungen haben die Vierachser-Piloten die Fahraufgaben der Sektion meisterhaft gelöst. Allerdings kostete sie diese technische Panne den Tagessieg. Für Platz 2 reichte es nach den ersten fünf Sektionen aber aus, was alle Möglichkeiten für den zweiten Tag offenhielt. In den folgenden Sektionen ließ das routinierte Doppel nichts anbrennen und schob sich durch überragende Leistung souverän auf den gewünschten Platz 1 vor. Damit waren den Profis der goldene Pokal für den letzten Lauf sowie die silberne Trophäe für die Europameisterschaft sicher. Erfolgreich verlief das Truck Trial-Wochenende auch für die MAN Vertriebsregion Ost. Zusammen mit dem MAN Servicepartner Robert Tröger KG in Hof und der Abteilung Body Builder Management betreute sie Kunden und Fahrer von rund 40 Transportunternehmen aus der Region im Großtagebau Kamsdorf.
Für die Gäste gab es am Eingang nicht nur ein MAN-Empfangszelt mit Informationen, Wertbons und Exponaten vom kleinen TGE-Werkstattwagen bis zum Vierachser, sondern mitten im Geschehen auch einen MAN-Eventcontainer als Anlaufpunkt zum Zuschauen und Relaxen auf dem weitläufigen Gelände.
Für eine perfekte Sicht auf das sportliche Geschehen sorgte der MAN Individual-Truck mit seiner großzügigen Dachterrasse. Als Eyecatcher fungierte unter anderem das Sondermodell MAN TGX 18.500 EVOLION, an dem kaum einer der zahlreichen Besucher ohne interessierten Blick vorbeikam. Ferner sorgten mehrere Drei- und Vierachskipper zum Selberfahren und Testen vor Ort für gute Stimmung, Kurzweile und zusätzlichen Nutzen für die Kunden.

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