Elektromobilität: Schmitz Cargobull denkt den eTrailer

E-Achsen, ein elektrisch betriebenes Kühaggregat und eine skalierbare Batterieleistung - bei Schmitz Cargobull nimmt der emissionsfreie Kühltransport Gestalt an.

Schmitz Cargobull hat darum den Sattelkoffer „S.KO COOL SMART“ mit einer elektrischen Achse sowie einer elektrischen Kältemaschine mit integrierter Leistungselektronik und Batteriesystem ausgestattet. | Bild: Schmitz Cargobull
Schmitz Cargobull hat darum den Sattelkoffer „S.KO COOL SMART“ mit einer elektrischen Achse sowie einer elektrischen Kältemaschine mit integrierter Leistungselektronik und Batteriesystem ausgestattet. | Bild: Schmitz Cargobull
Tobias Schweikl

Zur Reduzierung der Schadstoffemissionen rücken elektrische Mobilitätskonzepte immer stärker ins Bewusstsein. Schmitz Cargobull hat darum den Sattelkoffer „S.KO COOL SMART“ mit einer elektrischen Achse sowie einer elektrischen Kältemaschine mit integrierter Leistungselektronik und Batteriesystem ausgestattet.

Das rein elektrisch betriebene Kühlgerät „S.CUe“ mit integrierter Leistungselektronik ohne Verbrennungsmotor ist für das emissionsfreie Kühlen und Heizen der Ladung ausgelegt. Das sei laut Hersteller in der Kälte- (bis zu 15.900 W) und Heizleistung (9.100 W) ohne Einschränkung möglich. Anstelle des Dieseltanks sind Batterien am Stützwindwerk verbaut.

Durch das Baukastenprinzip kann bei Serienstart die Batteriekapazitäten skaliert werden. Mit der kleinsten Batterieauslegung (34 kWh) soll je nach Einsatz und Anforderung ein elektrischer Betrieb von bis zu 4,5 Stunden gewährleistet werden. Das Nachladen über das Stromnetz erfolgt über den serienmäßig verbauten CEE Drehstromanschluss und dauert bei der 34 kWh Batterie Variante ca. 1,5 h (für eine volle Batterieladung).

Darüber hinaus wird das System mit einer elektrifizierten Trailerachse ausgestattet, die unter anderem bei Bremsvorgängen Energie rekuperiert und somit die Nachladezeiten der Batterie über das Stromnetz verringert. Über eine intelligente Ladestrategie soll sichergestellt werden, dass der Ladezustand der Batterie möglichst hochgehalten wird, um Sicherheit für Stillstandsituationen wie Staus zu bieten. Die Leistungsklasse der elektrifizierten Achse ist auf den Bedarf der Kältemaschine abgestimmt.

Bei Serienstart soll das System bereits in die Schmitz-Cargobull-Telematik integriert sein, so dass der jeweilige Ladezustand der Batterie sowie die verbleibende Reichweite und Ladedauer über das Telematik-Portal überwacht werden können.

Das Produkt ist laut Hersteller speziell für Transporteure interessant, die im städtischen Verteilerverkehr unterwegs sind oder hauptsächlich Strecken zwischen verschiedenen Verteilerzentren bedienen. Auf diese Anwendungsfälle ist das Gesamtsystem abgestimmt. Man könne damit auch in „Zero Emission Zones“ in den Innenstädten ausliefern.

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