1. VEDA Autohof Symposium

Der erste Vorsitzende Johannes Witt und Geschäftsführer Alexander Quabach der VEDA begrüßten rund 100 Gäste in der bayerischen Landesvertretung in Berlin. Dr. Stefan Krause, Leiter der Abteilung Bundesfernstraßen im Bundesinnenministerium für Straßenbau und Digitales (BMVI), überbrachte ein Grußwort von Minister Andreas Scheuer und ging auf die Problematik fehlender Stellflächen für LKW ein. Er begrüßte die Initiative der VEDA, Lösungen gegen den Parkplatzmangel zu entwickeln. Das BMVI und VEDA wollen in Zukunft verstärkt bei der Lösung der Sachfragen zusammenarbeiten.

Foto: VEDA e.V.
Foto: VEDA e.V.
Redaktion (allg.)

In vier Podiumsrunden wurden aktuelle Themen der Autohofbranche vorgestellt. In seinem Vortrag ging Dr. Michael Haberland, Präsident des Automobilclubs „Mobil in Deutschland“, auf die politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland ein. Entgegen der aktuell grassierenden Verbots- und Enteignungsmentalität forderte er von der Politik, erkannte Missstände bei der Infrastruktur anzufassen und Planungen schneller umzusetzen. Bei aller Notwendigkeit zu Klimaund Umweltschutz würde auch in Zukunft die Mehrheit der Güter auf der Straße transportiert. Fehlende Infrastruktur entlang der Autobahnen geht zu Lasten der Fahrer und der Umwelt.

Ruth Strohofer, Geschäftsführerin eines der größten Autohöfe Europas, wies auf die vielfältigen Leistungen der Autohöfe für Fahrer und Speditionen hin. Während Wohnmobile in Deutschland einen Boom erleben, sollen LKWFahrer wegen des WochenendÜbernachtungsverbots ihre komfortablen Kabinen verlassen und ihre Ruhezeiten in billigen Pensionen oder bei stundenlangen Heimfahrten verbringen.

VEDA-Vorstand Daniel Ruscheinsky, Geschäftsführer der 24 Autohof- Gruppe, betonte die Anstrengungen und Erfolge der Autohöfe bei der Schaffung neuer Stellplätze für Lkw. Allein durch die Umplanung der Parkplätze seien hunderte neuer Stellplätze entstanden. Viel günstiger und schneller als auf der Autobahn könnten mit Fördermitteln des Bundes auf Reserveflächen oder in Gewerbegebieten in der Nähe von Autohöfen viele neue Abstellflächen entstehen.

Entscheidend für die Qualität dieser Flächen sei jedoch Nähe zu den Serviceeinrichtungen der Autohöfe. Johannes Witt wies darauf hin, dass die Autohöfe bereits heute an jeden Tag im Jahr an den Hauptverkehrsachsen viele Parkplätze, Tankmöglichkeit, Gastronomie und Sozialräume vorhalten.

Gerade Autohöfe bieten Fahrern und Speditionen viele soziale Leistungen, bezahlbare Gastronomie und ein sicheres Umfeld. Trotzdem werden Autohöfe bei der Hinweisbeschilderung entlang der Autobahn weiter grob benachteiligt.
-Ruth Strohofer, Inhaberin Autohof Geiselwind

Printer Friendly, PDF & Email