Da hat DAF ein richtiges Brett rausgehauen

Das EBB Truck-Center ist als größter DAF-Händler des Südwestens auf der NUFAM 2021 vertreten. Mit der NUFAM kompakt spricht Geschäftsführer Manuel Dreher über die Flotten-Lkw des Herstellers und gibt einen Ausblick auf das, was noch kommen wird.

Manuel Dreher ist einer der Geschäftsführer des EBB Truck Center und freut sich als DAF-Partner auf die Einführung der neuen XF und XG/XG+. Foto: DAF
Manuel Dreher ist einer der Geschäftsführer des EBB Truck Center und freut sich als DAF-Partner auf die Einführung der neuen XF und XG/XG+. Foto: DAF
Redaktion (allg.)
DAF

Ihr Unternehmen ist nicht zum ersten Mal auf der Nufam. Nun ist die Nufam eine der ersten Fachmessen, die in Pandemiezeiten wieder mit Publikum stattfindet. Sind Sie aufgeregt?

Na ja, aufgeregt jetzt nicht – wir sind ja hier schon jahrelang vertreten. Aber die Vorbereitungen dieses Mal waren schon eine Herausforderung. Die Unsicherheit, ob die Messe überhaupt stattfinden kann, war schon sehr groß. Es hängt halt viel dran: Der Messebau, Catering und so weiter – all das war anfangs über den Haufen geworfen. Aber: Jetzt ist alles wieder möglich. Wir freuen uns jetzt einfach auf die Besucher.

Sie sind der größte DAF-Händler im Südwesten der Republik. Aus welchen Transport-Sparten kommen Ihre Kunden?

Der Schwerpunkt seitens unserer Kundschaft liegt natürlich im nationalen und internationalen Fernverkehr. DAF ist nun mal bekannt für seine Sattelzugmaschinen, insbesondere dem XF. Wobei speziell wir bei EBB auch verhältnismäßig viele Kunden im Fahrgestellbereich betreuen, zum Beispiel mit Wechselbrücken. Und auch der Bau- und Entsorgungssektor ist bei uns stark vertreten.

Sie haben auch Trailer von Firmen wie STAS oder Nooteboom im Vertrieb und im Service. Welchen Kundentyp beschert ihnen dieses Angebot?

Beide Partner sind spezialisierte Trailer-Hersteller. STAS ist bekannt für seine Schubboden- und Kippauflieger für die Bereiche Landwirtschaft, Entsorgung und Recycling. Nooteboom ist der Spezialist für Schwerlast- und Tieflader-Technik, die Kunden bewegen damit Schwertransporte und schwere bis schwerste Baumaschinen. Sie sehen schon: Wir sind hier breit aufgestellt und bieten auch den entsprechenden Service für diese Fahrzeuge.

Sie sind sehr vielseitig unterwegs. Welche Rolle spielt die Sparte Fahrzeugbau in ihrem Unternehmen?

Der Fahrzeugbau hat bei uns eine eigene Historie: Die Firma EBB, vormals Kraftfahrzeuge Eichelberger, Baden-Baden, hatte schon immer eine Fahrzeugbau-Abteilung. Nach der Übernahme des Getränkeaufbauherstellers Zikun Fahrzeugbau GmbH in Riegel am Kaiserstuhl wird dies dort weitergeführt. Die Produkte und Sonderaufbauten von Zikun sind sehr hochwertig, langlebig und ergonomisch. Auch der Sonderfahrzeugbau war für uns interessant. Damit haben wir einen Fachbetrieb im Portfolio, der für alle Anforderungen unserer Kunden an den Fahrzeugbau Lösungen bieten kann.

Ihre Kundschaft fährt nicht nur DAF, sondern auch Trailer und Anhänger, die mit vielerlei Sonder-Ausrüstung wie Kippern, Kränen, Pressen und dergleichen ausgestattet sind. Welche Rolle spielt hier der Service für hydraulische Anlagen?

Da können Sie als Kunde gerne zu uns kommen. Egal, mit welcher Kranmarke Sie ein Problem haben – wir lösen es. Zikun ist übrigens Fassi-Kran-Händler, die kennen sich da bestens aus.

Sie betreiben ja auch eine Handelsplattform für gebrauchte Lkw und Trailer. Wie hat die Pandemie hier das Geschäft beeinflusst?

Es war schon ein wenig seltsam: Zunächst ging ja für kurze Zeit fast nichts mehr auf diesem Markt. Dann explodierten die Preise beinahe und der Markt wurde fast schlagartig leer gekauft. Ein Grund war sicherlich, dass viele Neufahrzeuge nicht lieferbar waren – auf Grund bestimmter Material-Knappheiten. Möglicherweise sind manche Kunden aber verunsichert, weil sie nicht wissen, wo die Reise in Sachen Abgas-Gesetzgebung, alternative Antriebe und so weiter, hingeht. Fakt ist: Der Markt für Gebrauchte und auch die Preise entwickelten sich steil nach oben.

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Themenwechsel: Die neuen XF, XG und XG+ gibt es jetzt mit Kamera-Spiegelsystem. „Wenn da mal was ist“ – ist ihre Werkstatt schon vorbereitet auf diese doch relativ neue und komplexe Technik?

Die Schulungen laufen zurzeit. Zum Marktstart im vierten Quartal dieses Jahres werden die Werkstätten also vorbereitet sein. Aber gehen Sie mal davon aus, dass das DAF-System sehr gut ist und mit Ausfällen nicht zu rechnen ist.

Wie haben Ihre Kunden, die ja bekanntlich als eher konservativ gelten, auf diese neue Technik und überhaupt auf die neuen XG und XG+ reagiert?

Das Feedback ist tatsächlich durchweg positiv, vor allem was das neue Design betrifft. Aber ja, es gibt den einen oder anderen, der sagt: ‚Also Kamera-Spiegel brauche ich jetzt nicht unbedingt…‘. Die Angst – O-Ton aus der Kundschaft – ‚in Spanien ohne Spiegel liegen zu bleiben‘, gibt es natürlich. Mancher mag da auch Erfahrungen mit den Systemen der Mitbewerber gemacht haben. Eine gewisse Skepsis ist da schon vorhanden, das ist draußen in der Praxis schon ein Thema. Da müssen auch wir erst Erfahrungen sammeln.

Blick in die Zukunft: Die Verunsicherung bezüglich alternativer, regenerativer Antriebe ist allenthalben spürbar. Welche Perspektiven können sie Ihren Kunden geben?

Na ja, Verunsicherung ist vielleicht etwas übertrieben. Aber ja: Die Branche ist im Wandel. Den Trend zum Gasantrieb bis hin zum LNG-Fernverkehrs-Lkw können wir nicht mitgehen. Das Interesse an E-Trucks ist da, das können wir auch bedienen. Der Preis ist halt hier das Problem. Die neuen Förderprogramme – so hoffen wir – bringen vielleicht ein wenig Schwung in das Thema E-Lkw. Auf der Nufam zeigen wir übrigens einen CF Electric auf unserem Stand. Gleich mit passender Ladesäule, denn das Thema Lade-Infrastruktur gehört dazu.

Wie wichtig ist für Sie die Akzeptanz der Fahrer jetzt in Bezug auf die neue Generation?

DAF hat den Fahrer von jeher im Fokus gehabt – nicht umsonst galt und gilt der XF als Favorit in der Fahrerschaft. Dass wir vielleicht das eine oder andere Feature nicht im Angebot hatten, ist mit der neuen Generation erledigt. Fahrbarkeit, Technik und Design sind auf dem neuesten Stand – da hat DAF ein richtiges Brett rausgehauen, wenn ich das mal so sagen darf. Den neuen XF und XG/XG+ können die Besucher übrigens auf der Messe zum ersten Mal live erleben. Da bin ich schon gespannt auf die Reaktionen.

Ketzerische Frage zum Schluss: Wie würden sie den Leistungsumfang von EBB in einem Satz charakterisieren?

Das ist einfach: Wir können alles. Wir können DAF in all seinen Spielarten und Tiefen. Wir können Fahrzeugbau, Hydraulik und wir können auch Fremdfabrikate. In unserem Stuttgarter Betrieb haben wir einen Thermo-King Service-Punkt für Kühltechnik und temperaturgeführte Transport. Wir haben einen eigenen Fuhrpark für Ersatz-Fahrzeuge, die nicht jeder bieten kann. Nicht nur die Sattelzugmaschine, auch Abroller und Absetzer zum Beispiel können wir kurzfristig als Ersatzfahrzeug anbieten. Kurzum: Wir sind der Fullservice-Anbieter, der One-Stop-Shop. Bei uns ist jeder willkommen.

Herr Dreher, vielen Dank für das Gespräch.

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