NEW MOBILITY WORLD: Wäre da nicht die letzte Meile

Die letzte Meile stellt eine große Herausforderung dar, der sich Onlinehändler, Nutzfahrzeughersteller und Logistik dienstleister mit ganz unterschiedlichen Ansätzen stellen.

Die Firma Rytle setzt auf ein Kombinationsangebot für die letzte Meile: einen City-HUB, eine Wechsel-BOX und den MovR. Bild: IAA aktuell
Die Firma Rytle setzt auf ein Kombinationsangebot für die letzte Meile: einen City-HUB, eine Wechsel-BOX und den MovR. Bild: IAA aktuell
Redaktion (allg.)
URBANE LOGISTIK

Lastenrad, Roboter, Abholstationen, GPS-Lokalisierung – die Liste der Ideen für die letzte Meile ist lang. Nur das Geheimrezept, um alle Seiten glücklich zu machen, ist noch nicht gefunden worden. Deshalb widmet das FORUM der New Mobility World seinen ersten Tag genau diesem Thema. Unter dem Motto „Urban Logistics & Transport Services“ sprechen von 10 bis 16:45 Uhr unterschiedliche Experten über ihre Ansätze zu Themen wie der letzten Meile, urbaner Logistik oder Personenbeförderung.

Mit dabei ist Christian Adelsberger, Gründer und CEO von Parkbob. Seine App macht die Parkplatzsuche überflüssig und informiert zudem über Parkverbote und –kosten. Er spricht im Rahmen des FORUMS über die Digitalisierung der letzten Meile bei „Last Mile Logistics – Reinvented“ heute von 14:30 bis 15:30 Uhr. Ebenfalls mit dabei: Ingo Lübs, Managing Director, Rytle GmbH (Halle 27, Stand C30; Pavillon P11 EG B301 und B303). Das Unternehmen setzt gleich auf mehrere Varianten: MovR, BOX und City-HUB.

Der MovR ist ein Lastenfahrrad, das dem Fahrer durch eine spezielle Rahmenkonstruktion ermöglicht, leicht abzusteigen. Zudem wird er vor Witterungseinflüssen geschützt. Die Wechsel-BOX ist das Bindeglied zwischen HUB und MovR. Sie wird vom Logistikdienstleister fertig mit Päckchen, Paketen und anderem Stückgut bepackt. Der MovR-Fahrer nimmt die BOX samt Inhalt zur Auslieferung auf und transportiert die Waren auf der letzten Meile.

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Trailertelematik für nachhaltigeren Gütertransport

Und zu guter Letzt der City HUB, ein mobiles Depot, das im Stadtgebiet aufgestellt werden kann, mittels hydraulischer Stützen absenkbar ist und dadurch erleichterten Zugang zu den Sendungen bietet. Alle Rytle-Produkte sind zudem mit Sensoren und Telematik ausgestattet. Auf Wunsch und als Option ist somit der komplette Transportprozess digital transparent.

Doch längst sind nicht mehr nur Logistikdienstleister oder Fahrzeughersteller auf dem Feld der Letzten-Meile-Optimierung zu finden, auch Onlinehändler selbst spielen an vorderster Front mit, wenn es um optimale Lieferketten und damit Kosteneinsparungen geht. So gibt es beim Onlinehändler Zalando beispielsweise gleich mehrere Pilotprojekte. In Belgien testet man etwa die direkte Lieferung per GPS-Ortung – egal, wo der Kunde gerade ist. Umgesetzt wird das mit dem belgischen Unternehmen Parcify, welches für Zalando als Lieferdienst fungiert. Der Kunde muss nur die App der Firma herunterladen, sich orten lassen und sich zu einem bestimmten Zeitpunkt im Liefergebiet befinden. Schwupps, landet das bestellte Paket direkt bei ihm, ob im Park, im Café oder bei der Arbeitsstelle.

Und auch Onlinehändler Amazon geht neue Wege. Neben dem Einsatz von kleineren Lieferdiensten gibt es beispielsweise die sogenannten Amazon Locker. Ähnlich den DHL-Packstationen kann hier der Kunde im Selbstbedienungsprinzip seine Lieferungen abholen – wo und wann es ihm passt.

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Seite 24 | Rubrik NEW MOBILITY WORLD