Der Trailer als Gesamtpaket

Dr. Peter-Hendrik Kes, Geschäftsführer von Cargobull Parts & Services, über die Attraktivität von Gesamtpake- ten, den Vorteil von Full-Service- Verträgen und den Erfolg einer eigenen Reifenmarke.

Dr. Peter-Hendrik Kes, Geschäftsführer  Cargobull Parts & Services
Dr. Peter-Hendrik Kes, Geschäftsführer Cargobull Parts & Services
Redaktion (allg.)
Interview

Nachdem Sie bereits das sogenannte Executive-Paket für den Kühlkoffer anbieten, präsentieren Sie nun auf der IAA 2016 ein Komplettpaket für den S.CS Curtainsider. Herr Dr. Kes, was macht diese Angebote für den Kunden so attraktiv?

Dr. Peter-Hendrik Kes:

Diese Gesamtpakete kommen beim Kunden gut an. Bei der Ausstattungslinie Executive fassen wir High Quality beim technischen Equipment mit umfangreichen Serviceleistungen, die optimal auf die Technik abgestimmt sind, zu einem Gesamtpaket zusammen. Beim S.KO Cool bieten wir unser eigenes Kühlgerät zusammen mit dem proaktiven Wartungs- und Reparaturservice und den entsprechenden Full-Service-Bausteinen an. Der Kunde hat in diesem Fall den großen Vorteil, dass unser Kühlgerät zu 100 Prozent auf die Technik unserer Fahrzeuge abgestimmt ist. Er ist damit auf der sicheren Seite. Dieses Erfolgsprinzip haben wir nun auch auf den Planenauflieger S.CS übertragen.

Laut der firmeneigenen Statistik verstärkt sich die Nachfrage nach Full-Service-Verträgen. Wie erklären Sie sich diese Entwicklung?

Wir haben im Jahr 2001 damit begonnen, Full- Service-Verträge anzubieten, und wir waren damit die Ersten in unserer Branche. Seitdem können wir beobachten, dass das Kostenbewusstsein der Flottenbetreiber deutlich wächst. Durch einen Full Service-Vertrag werden die Kosten für unsere Kunden planbar.

Neben dem Full Service kann der Kunde natür- lich auch einzelne Service-Bausteine buchen. Was sind da die Favoriten?

Besonders stark nachgefragt wird natürlich bei einem Trailerhersteller der klassische Trai- lerservice. An zweiter Stelle rangiert dann schon der Reifenservice, zumeist in der Verbindung mit einer Abdeckung von Gewaltschäden, die ja nicht planbar sind. Allerdings sehe ich ganz klar den stark zunehmenden Trend, dass wir das kom- plette Fuhrparkmanagement für unsere Kunden übernehmen.

Sie haben mittlerweile auch einen eigenen Schmitz Cargobull-Reifen im Programm. Wie wird dieses Angebot nachgefragt?

Wir sind sehr zufrieden. Bei dem Reifen han- delt es sich um ein Co-Branding-Produkt, das unser strategischer Partner Hankook für uns herstellt. Diesen Reifen bieten wir unseren Kunden in Kombination mit einem Full-Service-Vertrag für die Reifen an, der Gewaltschäden mit abdeckt. Mittlerweile werden bereits über 30 Prozent unserer Neufahrzeuge für Deutschland mit dem Schmitz Cargobull-Reifen ausgeliefert.

Mit welchen Argumenten positionieren Sie den eigenen Reifen gegenüber den Premium-Produkten der großen Reifenhersteller?

Im Lkw- und Trailerbereich hat sich Hankook mittlerweile einen Namen gemacht und gehört sicherlich zum oberen Level. Wir können unseren Kunden also ein sehr gutes Produkt anbieten. Entscheidend ist allerdings vor allem der Full- Service-Vertrag, den wir aber auch für andere Reifenfabrikate anbieten. Dass sich jedoch jetzt schon so viele Kunden für unseren Reifen entschieden haben, spricht deutlich für die Qualität.

Artikel Der Trailer als Gesamtpaket
Seite | Rubrik