Volkswagen: Breit unter Strom

Der Lokalmatador fährt groß auf und präsentiert ein E-Cargobike, den E-Caddy und E-Transporter von ABT, einen 48-V-Hybrid-T6 sowie das Brennstoffzellen-Crafter-Konzept. Doch auch der Diesel bleibt gesetzt.

Was Ihr wollt: VW elektrifiziert auf alle Arten, ob per E-Bike oder E-Bulli, mit 48-V-Hybrid oder Umrüst-Elektrifizierung von ABT. Bild: VWN
Was Ihr wollt: VW elektrifiziert auf alle Arten, ob per E-Bike oder E-Bulli, mit 48-V-Hybrid oder Umrüst-Elektrifizierung von ABT. Bild: VWN
Redaktion (allg.)
VOLKSWAGEN

Volkswagen Nutzfahrzeuge bläst zur Offensive im Bereich Elektromobilität. Allem voran präsentierte man ein eigenentwickeltes, zweispuriges E-Lastenrad, das 2019 in Serie gehen soll. Es trägt bis zu 210 kg Gesamtgewicht inklusive Fahrer. Die passend entwickelte Box bietet einen halben Kubikmeter Volumen. Das Pedelec ist ausgestattet mit einem 250 Watt-Mittelmotor mit Automatikgetriebe, es verfügt über eine innovative Neigetechnik, mit der die Ladefläche immer waagerecht bleibt.

Zudem präsentiert der Hersteller die Serienversionen der mit ABT entstandenen Elektro-Caddy sowie Elektro-Transporter, ab Frühjahr 2019 verfügbar. Die Batteriekapazität beträgt 36 bzw. 72 kWh. Damit erzielen die Fahrzeuge eine Reichweite von 200 oder 400 km. Darüber hinaus wartete man mit einer Mild-Hybrid-Version des T6 auf, die vor allem im Stadtbetrieb Sprit sparen soll. Weiter in die Zukunft verwiesen die erstmals als Cargo-Variante gezeigte Studie des vollelektrischen I.D. BUZZ, die 2021 in Serie gehen soll. Dabei wurde etwa für Servicemonteure oder Wartungstechniker ein neues, elektrifiziertes Regalsystem entwickelt, das mit dem Auftrags- und Bestellsystem des Anwenders vernetzt ist. Mittelfristig könnte es auch eine Brennstoffzellenversion des Crafter geben, auf deren Entwicklungsstand das Konzeptfahrzeug Crafter Hymotion hinwies. Die Tanks des Fuel-Cell-Fahrzeugs sind modular und ermöglichen Reichweiten von 350 bis zu 500 km. „Das technische Konzept ist seriennah", präzisierte Heinz-Jürgen Löw, Vertriebsvorstand bei Volkswagen Nutzfahrzeuge. VWN-Vorstandschef Dr. Thomas Sedran unterstrich, man setze trotz der Fortschritte bei der Elektrifizierung seiner Produkte weiter auf den Diesel als Rückgrat der Logistik vieler Branchen und Anwendungsgebiete: Bei Langstrecken, in schwierigem Gelände, bei Baustelleneinsätzen und hohen Lasten seien hochmoderne Dieselmotoren auch weiterhin besser geeignet – sowohl wirtschaftlich wie auch aus Umweltgesichtspunkten.

IAA 2018, Halle 12, Stand B04

Artikel Volkswagen: Breit unter Strom
Seite 10 | Rubrik FOKUS: Transporter und Lieferwagen