Ford: Hybrid-Antriebe für die Transporter

Konnektivität, Fahrerassistenz und hybridisierte Antriebe stehen im Mittelpunkt, allen voran ein Transit 48-V-Hybrid und der Custom PHEV.

Systemfrage: Ford setzt auf die Hybrid-Technologie als vielseitiges Konzept. Bild: Ford
Systemfrage: Ford setzt auf die Hybrid-Technologie als vielseitiges Konzept. Bild: Ford
Redaktion (allg.)
FORD

Ford präsentiert einen Querschnitt seiner aktuellen Modellfamilie mit den vier Baureihen Courier, Connect, Custom und Transit. Eines der Highlights ist der serienreife Transit Custom PHEV mit Plug-in-Hybrid-Antrieb. Der Lieferwagen ist lokal emissionsfrei unterwegs. Im rein elektrischen Betrieb kommt er den Angaben zufolge auf eine Reichweite von bis zu 50 Kilometern. Auf längeren Strecken unterstützt den Custom PHEV ein EcoBoost-Turbobenziner mit 1,0 Liter Hubraum. Der Dreizylinder springt als sogenannter Range Extender ein und lädt die integrierten, flüssigkeitsgekühlten Lithium-Ionen-Batteriepacks unterhalb des Laderaumbodens wieder auf. Auf diese Weise vergrößert sich der Aktionsradius des Transit Custom PHEV auf mehr als 500 Kilometer. Das Transportvolumen bleibt unverändert. Spezielle Informationsdisplays ergänzen das neue Interieur-Design der aktuellen Modellgeneration. Auf der IAA stellt Ford bereits die Serienversion des Hybrid-Transporters vor. Die Markteinführung des Ford Transit Custom PHEV ist für die zweite Jahreshälfte 2019 geplant.

Weltpremiere feiert der neue Transit. Der 3,5-Tonnen-Transporter verfügt in der Neuauflage als erstes Fahrzeug seiner Klasse wahlweise über einen 48-Volt-Mild-Hybrid-Antrieb, der beim front- und heckgetriebenen Modell den Diesel-Motor unterstützt und die Energieversorgung für elektrische Nebenfunktionen übernimmt. Im Stadtverkehr soll das MHEV-System bis zu acht Prozent Sprit sparen. Dabei wird die Standard-Lichtmaschine von einem Starter/Generator ersetzt, der eine Lithium-Ionen-Batterie mit Bremsenergie speist. Zudem verbessert sich das Anfahrverhalten des Fahrzeugs.

Erstmals im Van-Bereich kommt bei den Heckantriebsmodellen wahlweise eine Zehnstufen-Automatik zum Einsatz, die sich mit adaptiver Schaltstrategie an den Fahrstil des jeweiligen Fahrers anpasst. Darüber hinaus hat der Hersteller den EcoBlue-Diesel-Motor weiter verbessert. Zusammen mit diversen Maßnahmen etwa in Sachen Aerodynamik und Leichtbau ergibt sich eine Spritersparnis von bis zu sieben Prozent. Auch bei der Fahrerassistenz legt der neue Transit nach. Neben einem Totwinkel-Warner ist ein aktiver Spurassistent sowie ein intelligenter Abstandstempomat mit Verkehrszeichenerkennung und ein Kollisionswarner mit Fußgängererkennung verfügbar, zudem ein Parkassistent mit Lenkunterstützung sowie ein Querverkehrswarner. Die Konnektivität verbessert der Hersteller mit Hilfe eines On-Board-Modems, das die Nutzung der neuen Ford-Telematik-Features ermöglicht. Das Interieur wartet mit neuen Instrumenten, wertigeren Materialien sowie Stoffen, bequemeren Sitzen und Ablagen auf.

IAA 2018, Halle 13, Stand C74

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Seite 10 | Rubrik FOKUS: Transporter und Lieferwagen