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Krone: Digital und praktikabel

Der Fahrzeugbauer aus dem Emsland stellt digitale Service-Leistungen, Vernetzung mit dem Kunden und clevere Detaillösungen für Trailer in den Mittelpunkt.

Der Mega-Liner mit praktischer Heckverbreiterung. Bild: IAA aktuell
Der Mega-Liner mit praktischer Heckverbreiterung. Bild: IAA aktuell
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Redaktion (allg.)
KRONE

„Clever connections“, so lautet das Motto für Krones IAA-Auftritt. Ralf Faust, Geschäftsführer Service Nutzfahrzeuggruppe, gibt die Richtung vor, in die es gehen soll: „Alles, was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert.“ Gemeint ist damit die intelligente Vernetzung zwischen Produkt, Kunde und Hersteller. Vernetzung, vorausschauender Wartung, Telematik, Datenmanagement und Dienstleistungen zur Optimierung der Nutzungszeiten und des Laderaums würden, so Ralf Faust, immer stärker von der Kundschaft nachgefragt. Konkret nennt Faust Entwicklungen wie Frachtflächen-Erkennung und Berechnung, Bremsverschleißanzeigen, CO2-Sensoren, die Anwendung von Solar-Paneelen auf dem Trailer-Dach, Rundum-Kameraüberwachung unter dem Stichwort „Birdview“ und Reifen-Management inklusive Druck-, Temperatur und Profiltiefen-Überwachung. Bei der Aufbereitung und Übertragung der Daten vom Trailer zum Kunden legt die Abteilung „Krone Telematics“ großen Wert auf Kompatibilität mit den beim Kunden verwendeten Telematiksystemen. Offene Schnittstellen zu Herstellerlösungen oder freien Systemen seien hier selbstverständlich nutzbar.

Eine ganze Reihe von Detailverbesserungen erfahren die „Brot- und Butter-Trailer“ Profi-Liner (Curtainsider), Cool-Liner (Kühlkoffer), Mega-Liner (Volumen), und Paper-Liner (Coils). Krone ließ es sich nicht nehmen, die Neuheiten direkt vor dem Trailer-Forum im Hauptsitz Werlte ganz in der Art eines Schaulaufens der versammelten europäischen Fachpresse zu zeigen.

Die seit jeher besonders leichten Ultra-Versionen wurden weiter abgespeckt: Die Leicht-Version des Cargo-Liners wiegt nun zum Beispiel mit 5.630 Kilogramm deutlich unter sechs Tonnen Leergewicht. Mit einer Vielzahl an konstruktiven Maßnahmen, wie etwa dem Einsatz von Leichtmetall im Bereich der Stirn- und Rückwand sowie der Optimierung des Fahrzeugbodens ließ sich dieses Leergewicht realisieren.

200 kg leichter

Den Volumen-Trailer Mega-Liner mit drei Meter Innenhöhe und Hubdach gibt es als „Comfort"“-Version mit ultraschneller Vorhangplane. Das Öffnen der Plane dauert keine 30 Sekunden, die Plane ordnet sich in gleichmäßiger Faltung hinter der Stirnwand. Weil es gerade bei seitlicher Staplerbeladung immer wieder zu Schäden an der Anschlagleiste kommt, ist diese hier in handliche Zwei-Meter-Stücke unterteilt und mit dem Chassis verschraubt. So lassen sich beschädigte Teilstücke sehr leicht wechseln. Ladungssicherungstechnisch erfüllt die Seitenplane mit ihren vertikal eingearbeiteten Stahlspangen sämtliche Zertifikate der Fahrzeug- und Getränkeindustrie. Dabei soll die Konstruktion etwa 200 Kilogramm leichter sein als konkurrierende Produkte.

Auch beim meistverkauften Krone-Trailer – dem Profi-Liner – gibt es Neues: Das Chassis des Standard Curtainsider ist jetzt an der Stirnwand im Stapler-empfindlichen Bereich hoch gezogen und damit vor Beschädigungen geschützt. Der Krone-eigene Außenbaum mit gekröpften Planenrollen und eigener Versteifung ermöglicht den Einsatz des Krone-Sliding-Roofs (Schiebedach) ohne diagonale Versteifungen. Das neue Heckportal entspricht nun ebenfalls Automotive-Standards. Ist die modulare Bauweise bei Unterfahrschutz und Lampen aus Gründen der leichteren Tauschbarkeit längst in Serie, profitieren nun auch alle Anschlag-Sicherungen wie Gummi- und Stahlpuffer sowie Rollen von einer modularen Aufteilung am Heckportal. Hier passt nun praktisch jeder Schock-Absorber an jede Stelle. Eine besondere Konstruktion ist Krones Mega-Liner mit Heckverbreiterung. Die Seitenwände des 100-Kubik-Trailers mit Edscha-Schiebeverdeck lassen sich am Heck zur leichteren Beladung um zirka 30 Zentimeter nach außen verschieben.

Die Aktivitäten im Verteilerverkehr setzt Krone fort: Den KEP-Shuttle zeigen die Werlter auf der IAA in einer Elektro-Version mit Frontantrieb. Der Integral-Koffer wurde bereits mehr als 3.000 Mal verkauft - überwiegend für heckangetriebene Transporter-Fahrgestelle. In Zukunft sollen auch frontgetriebene Transporter-Fahrgestelle mit Krones Integral-Koffer aufbaubar sein. Beileibe keine Selbstverständlichkeit: Der Leichtbau-Koffer ermöglicht auch als E-Transporter dank einer neuen Bodengruppe mit Aluminium-Anteil eine Nutzlast von einer Tonne.

IAA 2018, Halle 27, Stand E33

Artikel Krone: Digital und praktikabel
Seite 9 | Rubrik FOKUS: Trailer und Anhänger
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