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Autonomes Fahren: Wenn die Großen vom Kleinen lernen

Der Automobilzulieferer Wabco will das autonome Fahren vom Pkw auf das Nutzfahrzeug bringen.

Dr. Christian Brenneke, Chief Technology Officer & Head of Engineering bei Wabco.
Dr. Christian Brenneke, Chief Technology Officer & Head of Engineering bei Wabco.
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Redaktion (allg.)
AUTONOMES FAHREN

Mit an Bord ist der chinesische Softwarekonzern Baidu mit seiner Open-Source Software-Plattform Apollo, die im Pkw-Segment bereits eingesetzt wird. Im Rahmen einer strategischen Kooperation plant Wabco diese auf den Bereich kommerzielle Fahrzeuge zu erweitern. Auch seine neueste Generation pneumatischer Bremsen und die Fahrzeugmanagement-Software TRAXEE zeigt das Unternehmen auf der IAA. Im Interview gibt Dr. Christian Brenneke, Chief Technology Officer & Head of Engineering bei Wabco, Einblicke in die Technologie dahinter.

Herr Dr. Brenneke, wie bringt Apollo das autonome Fahren in den Lkw?

Die Apollo Open-Source Plattform soll die Entscheidung treffen, wo das Fahrzeug beziehungsweise der Lastwagen hinfahren soll. Die Adaption an das Chassis eines Trucks wollen wir innerhalb der nächsten sechs Monate bewerkstelligen und auf die Straße bringen. Der größere Aufwand liegt darin, all die sicherheitsrelevanten Aspekte und interautomotiven Standards in einer freigebbare Version für öffentliche Straßen unterzubringen.

Auf der Messe wurde die fünften Generation der Einstempelbremse vorgestellt, was macht diese besonders?

Die Bremse an sich ist ein hochsicherheitskritisches Element, weil sie die Schwerlastkraftwagen in möglichst kurzer Zeit zum Stehen bringen muss. Die Qualität, Leistungsfähigkeit und Einfachheit der Bremse ist also maßgeblich für die Sicherheit dieser Fahrzeuge, wir haben mit der fünften Generation und den sechs Millionen Bremsen, die wir im Einsatz haben, bis heute keine Heißläufer im Feld gehabt. Das neueste Modell hat zudem 40 Teile weniger als unsere Mitbewerber, das zeugt von der Einfachheit des Produkts und reduziert die Kosten.

Wie kann die Flottenmangementsoftware TRAXEE besonders kleinere Flotten unterstützen?

Große Speditionen haben ganze Abteilungen für IT und Flottenmanagement, das fehlt kleinen Unternehmen. TRAXEE ist ein Out-of-the-Box-System, das leicht in ein bis zwei Stunden im Fahrzeug installiert werden kann. Anschließend ist nur noch die zugehörige App auf das Smartphone zu downloaden. Alle Informationen die der Chef der Flotte zu Fahrzeug, Fahrer und Fahrverhalten braucht werden in eine Cloud übertragen. Da TRAXEE mit dem Fahrtenschreiber kommuniziert, sind auch die Fahrzeiten abrufbar, man hat also alle wichtigen Informationen online und kann so die Effizienz der eigenen Flotte unkompliziert verbessern.

IAA 2018, Halle 16, Stand B10

Artikel Autonomes Fahren: Wenn die Großen vom Kleinen lernen
Seite 10 | Rubrik FOKUS: Komponenten und Zulieferer
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