Iveco Bus: Easy Entry im Easy Bus

Ein noch besserer Zustieg in Stadtbusse – wie das geht, soll der sogenannte Easy Bus zeigen. Das Demo fahrzeug steht auf der Messe für Probefahrten bereit.

Eine Messebesucherin mit Rollator testet die zweite Zustiegsmöglichkeit an Tür 1 im Easy Bus. Bild: IAA aktuell
Eine Messebesucherin mit Rollator testet die zweite Zustiegsmöglichkeit an Tür 1 im Easy Bus. Bild: IAA aktuell
Redaktion (allg.)
IVECO BUS

Die demografische Zusammensetzung der Bevölkerung nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen andern europäischen Ländern verschiebt sich bereits heute – der Anteil der Menschen im Rentenalter steigt kontinuierlich an. Und diese Entwicklung wird sich in den kommenden Jahrzehnten noch beschleunigen. Bisherige Stadtbuskonzepte berücksichtigen diese Tatsache bislang kaum. Mit teilweise ernsten bis sogar dramatischen Konsequenzen. „Viele ältere Personen können Ärzte für lebensnotwendige Behandlungen nicht erreichen, weil das Busfahren für sie eine Barriere darstellt. Oder sie stürzen im Innenraum, weil sie nicht rechtzeitig ihren Platz erreichen, bevor der Bus anfährt“, berichtet Prof. Christian T. Haas von der Hochschule Fresenius. Sein Institut hat zusammen mit Iveco Bus und der DB Regio daher ein einzigartiges Projekt ins Leben gerufen: den Easy Bus.

Hier ist vieles anders. So besitzt der LE Crossway City beispielsweise eine zweite Klapprampe an Tür 1. Auf diese Weise können Menschen mit Rollatoren, Mütter mit Kinderwagen oder Rollstuhlfahrer beide Zustiege nutzen, ohne dass es zu Staus an den Türen und somit Zeitverzögerungen auf den getakteten Linien kommt. „Der Easy Bus beschleunigt den Zugang um rund 20 %“, erklärt Haas. Das ist aber längst noch nicht alles: Ein Leitsystem im Fahrzeuginneren in der Signalfarbe Gelb leitet die Älteren oder mobilitätseingeschränkten Fahrgäste über den verbreiterten Gangbereich direkt zu den ihren Bedürfnissen entsprechenden Plätzen. Hier gibt es beispielsweise Abstellflächen für Rollatoren. Die Sitze sind auf kleinen Podesten angebracht. Dadurch können sich die Älteren von der Seite auf den erhöhten Sitz niederlassen und anschließend den Körper in die übliche Sitzposition drehen sowie die Füße auf das Podest stellen. Sie müssen also nicht mehr mühsam in einem tiefen Sitz Platz nehmen. Die gleiche Bewegung in umgekehrter Reihenfolge erleichtert auch das Aufstehen. Anvisiert ist künftig auch ein Sitz mit Gasdruckfeder, der ein Podest überflüssig macht, weil die Sitzfläche einfach durch die Gewichtsbelastung von einer höheren in die niedrigere Position hinunterfährt.

Welche altersgerechten Features der Easy Bus darüber hinaus besitzt, zeigt Pierre Dellori von der Iveco Magirus AG in Ulm interessierten Messebesuchern gerne vor Ort am Fahrzeug (Anfrage am Iveco-Stand).

IAA 2018, Halle 17, Stand B06

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