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Interview: Prof. Dr. Dirk Engelhardt über die Mobilitätsrevolution im Alltag und die Digitalisierung am runden Tisch

„Gemeinsame Standards schaffen“, Professor Dr. Dirk Engelhardt, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL)

„Das Berufsbild des Fahrers wird sich ändern.“, Professor Dr. Dirk Engelhardt, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) |FOTO: PIOTR BANCZEROWSKI
„Das Berufsbild des Fahrers wird sich ändern.“, Professor Dr. Dirk Engelhardt, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) |FOTO: PIOTR BANCZEROWSKI
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Redaktion (allg.)
Interview

Technische Entwicklungen sind nicht nur auf der IAA ein Dauerthema. Wie verändern sie den Berufsalltag in den Speditionen?

Professor Dr. Dirk Engelhardt: Der Autopilot hat auch den Piloten im Flugzeug nicht überflüssig gemacht. Das Berufsbild des Fahrers wird sich ändern, die Aufgabenfülle wird eine andere werden. Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass das autonome Fahren den Fahrer entlastet. Gerade auf der Langstrecke muss er dann das Lenkrad nicht mehr stumpf festhalten, sondern kann andere Tätigkeiten ausüben.

Welche anderen Tätigkeiten können das sein?

Vorstellbar ist, dass Tätigkeiten, die im Moment beim Disponenten liegen, zukünftig stärker Richtung Fahrpersonal verlagert werden: Etwa das Avisieren und Buchen von Zeitfenstern. Oder die Nutzung von Apps und entsprechenden Plattformen, die helfen, Anschlüsse zu finden, den Transport effizienter zu gestalten und Leerkilometer zu vermeiden.

Immer wieder hört man, dass noch große Unsicherheiten bestehen im Umgang mit neuen technischen Entwicklungen, zum Beispiel im Hinblick auf Datenschutz. Was müsste man tun, um diese Unsicherheiten zu beseitigen?

Ich denke, es ist zwingend notwendig, einen runden Tisch zu installieren, wo Hersteller und Unternehmer, vielleicht organisiert durch die Verbände als Klammer, gemeinsame Standards schaffen. Im Moment ist meine Wahrnehmung, dass jeder für sich selbst Lösungen entwickelt. Jeder versucht an dem Hype der Digitalisierung zu partizipieren. Das Ganze wird aber nur klappen, wenn gewisse Sachen herstellerunabhängig funktionieren.

Gibt es schon konkrete Pläne für einen solchen runden Tisch?

Ja, da gibt es Pläne. Wir sind schon im Gespräch mit verschiedenen Herstellern sowohl im Trailerbereich als auch bei den OEMs und werden das im Zuge der IAA bei unseren Terminen und Konsultationen auch weiter forcieren.
IAA aktuell

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Seite 8 | Rubrik Aktuelles
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