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„Die Nachfrage wächst“: Interview mit Uwe Hochgeschurtz, Renault Deutschland AG

Uwe Hochgeschurtz, Renault-Deutschland-Vorstandsvorsitzender Bild: Renault Deutschland
Uwe Hochgeschurtz, Renault-Deutschland-Vorstandsvorsitzender Bild: Renault Deutschland
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Redaktion (allg.)
INTERVIEW

Renault ist ein Pionier bei der Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen, nach dem Kangoo Z.E. rollt jetzt der Master Z.E. an. Merken Sie, dass sich das allmählich auch auszahlt und die Nachfrage anzieht?

Uwe Hochgeschurtz: Ja, ganz klar: die Nachfrage wächst. Und zwar bei Nutzfahrzeugen genauso wie im Privatkundenbereich. Renault ist in diesem Wachstumsmarkt hervorragend aufgestellt mit einer Palette von aktuell vier Modellen. Das zahlt sich aus: 2017 hat Renault mit über 5.000 Einheiten mehr Elektroautos in Deutschland verkauft als jede andere Marke. 2018 ist der Renault ZOE nach wie vor Deutschlands meistverkauftes Elektroauto. Und natürlich sehen wir auch im Nutzfahrzeug-Bereich immer mehr Kundeninteresse. Der Kangoo Z.E. ist – nach dem Streetscooter – das meistgekaufte leichte elektrische Nutzfahrzeug in Deutschland und die Nummer eins in Europa. Seit Juli ist mit dem Master Z.E. nun auch ein großes elektrisches Nutzfahrzeug bestellbar. Damit bieten wir als einer der ersten Hersteller einen großen elektrischen Transporter, nach dem viele Flottenkunden lange gefragt haben. Unsere Pilotkunden sind zufrieden, das Fahrzeug kommt gut im Markt an.

Rechnet sich die Elektromobilität schon heute für den Kunden?

Elektromobilität kann sich gerade auch für den Einsatz von Nutzfahrzeugen rechnen. Für gewerbliche Kunden sind immer die gesamten Nutzungskosten entscheidend, nicht nur der Anschaffungspreis, sondern auch die Betriebskosten je Kilometer. Und hier haben im innerstädtischen Lieferverkehr E-Fahrzeuge häufig die Nase vorn. Hinzu kommen die Emissionsvorteile, die angesichts drohender Fahrverbote natürlich immer gewichtiger werden.

Wie kann ein Hersteller wie Renault bei der Infrastrukturfrage helfen, die für den Einsatz der E-Mobilität entscheidend ist?

Klar ist, dass wir als Hersteller es nicht als unsere erste Aufgabe sehen, ein öffentliches Ladenetz aufzubauen. Ich denke, dass es hier in den letzten Jahren auch schon große Fortschritte gegeben hat und die Infrastruktur doch relativ flächendeckend vorhanden ist. Darüber hinaus unterstützen wir natürlich den Käufer in vielen Fragen rund um die E-Mobilität. Unsere Händler können bei der Suche nach der richtigen Lademöglichkeit helfen, hierzu arbeiten wir mit zertifizierten Ladepartnern wie The Mobility House oder der RWE Group zusammen. Wichtig ist auch das Thema Schnellladung, und zwar über nationale Grenzen hinweg. Daher engagiert sich Renault auf europäischer Ebene für das Schnellladeprojekt Fast-E, das circa 280 Ladepunkte zwischen Brüssel und Berlin sowie in Tschechien und der Slowakei installieren wird. Und auch die Gründung der Tochterfirma Renault Energy Services war ein Schritt in die richtige Richtung: Hier entwickelt die Renault Gruppe beispielsweise neue Lösungen für intelligente Stromnetze (Smart Grids) und intelligentes Laden (Smart Charging).

Hat sich der Diesel im Transporter damit erledigt?

Nein, der Diesel spielt nach wie vor eine wichtige Rolle im Antriebsmix, gerade für gewerbliche Fahrzeuge. Wir arbeiten deshalb weiter an der Entwicklung von allen Antriebsarten. Langfristig werden sich sicherlich die alternativen Antriebe nach und nach durchsetzen.

Artikel „Die Nachfrage wächst“: Interview mit Uwe Hochgeschurtz, Renault Deutschland AG
Seite 8 | Rubrik Aktuelles
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